Diabetes Risikobestimmung durch Messung von intaktem Proinsulin

Proinsulin: Pathophysiologischer Hintergrund

Proinsulin ist eine Vorstufe des Insulins, die regelhaft in den Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse , den sogenannten „ß-Zellen” gebildet wird. Aus dem INS-Gen wird immer zunächst Proinsulin gebildet, dass dann durch weitere Verarbeitung unter Abspaltung der Hormaons C-Peptid in Insulin umgewandelt wird. Die Entwicklung einer Fehlfunktion der ß-Zellen in Kombination mit der Entwicklung einer Insulinresistenz sind die pathophysiologischen Grundlagen der Typ 2 Diabetesentstehung.

Erhöhte Proinsulinspiegel im Blut gibt es nur in Zusammenhang mit einer massiven Störung der Funktion der ß-Zellen und neue Bestimmungsverfahren für intaktes Proinsulin ermöglichen seit wenigen Jahren die Anzeige einer Diabetesentwicklung und des damit verbundenen makrovaskulären Risikos unabhängig von einer Veränderung der Blutzuckerspiegel.

Auf der Basis dieses Wissens wurde mit BelDIA PRE(R) ein Schnelltest für intaktes Proinsulin entwickelt, der eine aktuelle Diabetesentwicklung und das damit verbundene Gefäßrisiko sicher und schnell anzeigen kann. Ähnlich wie ein Schwangerschftstest ist dieser Test ist für Anwendung durch medizinisches Personal und Patienten gleichermaßen geeignet

1. Methodik

Typ 2 Diabetes ist wie oben bereits angesprochen durch eine ß-Zelldysfunktion und eine Insulinresistenz charakterisiert. In der klinischen Praxis werden zu Diagnose jedoch nur Auswirkungen dieser Ursachen zur Bestimmung des Diabetesrisikos herangezogen wie z.B. die Blutzuckerwerte (HbA1c, Nüchternblutzucker, Belastungstest), Hochdruck Fettstoffwechselwerte und Körpergewichtsentwicklung. Die Möglichkeit der Messung der grundlegen Ursachen ist mit BelDia Pre nun erstmals gegeben.

2. Ergebnisbewertung

Der Test zeigt mit einem Schwellenwert von 11 pmol/L das Vorliegen von erhöhten oder normalen Proinsulinspiegeln an. Ein erhöhter Wert ist ein Alarmsignal und sollte zur weiteren Abklärung mit einem Arzt besprochen werden. Ggfs. kann in dieser Situation durch Änderung des Lebensstils oder präventive Medikamenteneinnahme die Entwicklung des Diabetes verzögert oder ganz vermieden werden.

3. Schlussfolgerungen

Die Messung von intaktem Proinsulin erlaubt eine Bestimmung und Stadieneinteilung der ß-Zelldysfunktion und damit der ursächlich zugrundeliegenden Störung, die zum Typ 2 Diabetes mellitus führt. Er ist ein geeignetes Mittel um das Risiko für den Diabetes und die damit verbundenen Gefäßschäden zu bestimmen und auch, um die Wirkung von ggfs. getroffenen therapeutischen oder präventiven Maßnahmen zu überprüfen.